Zusammenwirken gegen Sexualisierte & Häusliche Gewalt
08.01.2026
Große Resonanz fand der erste interdisziplinäre Fachtag des Bündnisses gegen Sexualisierte & Häusliche Gewalt im Landkreis Ravensburg im November 2025 in den Räumen der RWU in Weingarten. Zum Thema Gewaltschutz und Gewaltambulanz waren unter anderem Akteure im Frauen-, Kinder- und Opferschutz, Schulleitungen und Schulsozialarbeiter:innen, Sozialdienste sowie das Jugendamt und Vertreter:innen der Justiz zum gemeinsamen fachlichen Austausch zusammengekommen.
Der Fachvortrag von Prof. Dr. Kathrin Yen des Universitätsklinikums Heidelberg verdeutlichte, wie Gewaltambulanzen die Versorgung von Opfern Sexualisierter und Häuslicher Gewalt sicherstellen. Diverse regionale Impulsvorträge über die medizinischen, psychosozialen und strafrechtlichen Folgen, vorgetragen von Dr. med. Lucia Mock, Oberschwabenklinik, Cora Bures, Brennessel e.V., Elvira Birk, Frauen und Kinder in Not e.V. sowie Uwe Stürmer, Polizeipräsident in Ravensburg beschrieben die Situation vor Ort. Die Täterarbeit wurde im Rahmen des Projektes kraft.akt von Eva Weißer und Andreas Schöfer vorgestellt.
Nach einer angeregten Podiumsdiskussion und dem berührenden Poetry-Slam-Beitrag einer Betroffenen wurden in drei Fachforen die Anwendung von Telemedizin in der Gewaltambulanz, das Lotsenprojekt GUIDEforYOU und die Angebote der Fachberatungsstellen und Insofern erfahrener Fachkräfte vertieft und in die regionalen Möglichkeiten eingeordnet. Der „Markt der Möglichkeiten“, bei dem viele Akteure im Landkreis mit Infoständen vertreten waren, bot die Chance sich miteinander zu vernetzen.
Ermöglicht wurde diese Premiere durch ein intensives Zusammenwirken von Landratsamt, Polizei und Fachberatungsstellen. Veranstaltungen dieser Art zeigen, wie essenziell die interdisziplinäre Zusammenarbeit für den Kampf gegen Sexualisierte und Häusliche Gewalt ist und welches Potenzial sich dadurch in Opferschutz und Prävention entfalten kann. Gelingen konnte dieser Fachtag insbesondere dank großer organisatorischer und finanzieller Unterstützung durch den Landkreis und die Polizei. (Zeitungsartikel Schwäbische Zeitung)










