Frauen und Kinder in Not e.V.
Hilfe bei Gewalt und Krisen
Landkreis
Ravensburg

Wer wir sind – wie wir arbeiten

Personal

  • Intervention- und Frauenberatungsstelle: 1,4 Stelle mit 2 Sozialarbeiterin
  • Frauen- und Kinderschutzhaus: 2,3 Stellen teilen sich 2 Sozialarbeiterinnen (Frauenbereich), 1 Sozialpädagogin (Bereich Freiwillige Mitarbeiterinnen) und 1 Erzieherin (Kinderbereich).
  • Honorarkräfte: Kinderinterventionsstelle (Erzieherinin) und für die Jungen im Frauen- und Kinderschutzhaus (Erlebnispädagoge).
  • Unterstützung durch: Hauswirtschafterin und Verwaltungsfachkraft sowie einer Halbjahresstudentin und 30 freiwillig mitarbeitenden Frauen in der Notrufbereitschaft.
  • Geschäftsführende Aufgaben: 0,3 Stelle


Beratungsangebot und -umfang

  • Frauenberatungsstelle:
    An 4 Tagen die Woche Präsenzzeit, in Akutfällen und bei Interventionsfällen nach Platzverweis ist eine sofortige Terminvereinbarung möglich. Jährlich um die 300 telefonische oder persönliche Erstberatungen mit insgesamt an die 800 Beratungsgesprächen, Schwerpunktthema ist körperliche/seelische Misshandlung.
  • Frauen- und Kinderschutzhaus:
    Rund-um-die-Uhr erreichbar. Jährlich werden etwa 90 Frauen und Kinder aufgenommen und weitere 200-300 Beratungsgespräche wegen Aufnahmeanfrage geführt. Durchschnittliche Aufenthaltsdauer sind mehrere Wochen oder Monate, bis sich die Situation stabilisiert hat.


Organisation

Der Verein besteht aus nahezu 200 Mitgliedern und einem fünfköpfigen Vorstand. Die Arbeit des Vorstandes wird ehrenamtlich geleistet. Der Vorstand trifft sich monatlich. Der Verein ist korporatives Mitglied des Caritasverbandes der Diözese Rottenburg-Stuttgart und Mitglied bei Sozialsponsoring Ravensburg e.V.


Finanzierung

Seit dem 1.1.2017 werden die Personalkosten der Frauenberatungsstelle nebst einer Pauschale für Sachkosten komplett vom Landkreis Ravensburg übernommen. Das Frauen- und Kinderschutzhaus muss sich in Zukunft alleine durch seine Tagessätze tragen. In die Tagessatzberechnung fliessen die Gelder vom Regierungspräsidium, der Städte im Landkreis und die Hälfte der Mitgliedsbeiträge mit ein.

Mit Eigenmitteln (Spenden, Bußgelder, Mitgliedsbeiträge, Stiftungsgelder) werden vor allem zusätzliche therapeutische Angebote, Gruppenangebote, Freizeitangebote und Betreuungskosten für die Frauen und Kinder abgedeckt, sowie ein Teil der Mietkosten und der Verwaltungs- und Sachkosten.


Geschichte des Vereins

Im Verein „Frauen und Kinder in Not“ haben sich 2006 zwei Vereine (vorher “Frauen helfen Frauen” und “Hilfe für Frauen mit Kindern in Not”) zusammengeschlossen, die schon seit 1982 Frauen und Kindern, die von Gewalt bedroht oder betroffen sind, fachgerechte Hilfe und Unterstützung anbieten.  Chronik


Unsere gesellschaftliche Aufgabe

Als schnell erreichbare Anlaufstelle leistet der Verein einen oftmals überlebenswichtigen Beitrag zur Unterbrechung der Gewaltspirale. Die Arbeit wirkt präventiv, da sie das Thema „Häusliche Gewalt“ enttabuisiert und damit gerade bei den Kindern und Jugendlichen einen Beitrag zur Gewaltvermeidung und zum Erlernen von konstruktiven Konfliktlösungen leistet.

Der Verein thematisiert unterdrückende Lebensbedingungen von Frauen, Mädchen und Jungen und setzt sich für deren Verbesserung ein. Der Verein erfüllt damit den Auftrag des Grundgesetzes, das in Artikel 1 festschreibt: „Die Würde des Menschen ist unantastbar”


Zusammenarbeit im Netz der örtlichen Fachberatungsstellen und sozialer Dienste

Die Mitarbeiterinnen des Frauenhauses suchen den Kontakt zu örtlichen Fach- und Beratungsdiensten in kirchlicher, freier und kommunaler Trägerschaft, z.B. in Arbeitskreisen, in Ausschüssen, durch gemeinsame Aktionen und durch einen regelmäßigen gemeinsamen Austausch über Inhalte und Arbeitsweisen der Dienste.

Zur Absicherung des Beratungsbedarfs der Frauen und Kinder erfolgt eine umfassende Information bzw. Vermittlung im Einzelfall über die bestehenden örtlichen Fach- und Beratungsdienste. Auch die enge Zusammenarbeit mit der Arbeitsagentur, dem Jugendamt, dem Ausländeramt und mit benachbarten Kindergärten und Schulen ist unerlässlich.


Anerkannte Praktikumsstelle

Der Verein sieht es als seine Pflicht an, eine Praktikumsstelle bereit zu halten, damit das Thema „Häusliche Gewalt/Sexuelle Gewalt“ an der Fachhochschule für Soziale Arbeit bei den Ausbildungsinhalten berücksichtigt wird. Durch die Studentinnen erfahren die Mitarbeiterinnen große Unterstützung in der alltäglichen Arbeit und erhalten neue Anregungen durch deren hinterfragenden Blickwinkel.